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Prof. Hans Kohlschein 1937
Fam. Kohlschein beim Gründungsfest 1955

Prof. Hans Kohlschein

Ein Lebensbild

 

Hans Kohlschein ist am 5. März 1879 als Sohn des Kupferstechers Prof. Josef Kohlschein in Düsseldorf, im Hause Duisburger Str. 40 geboren.

Er wurde wegen seiner vom Vater früh erkannten Begabung Kunstmaler, wie zwei seiner Brüder.

Seine Ausbildung genoss er an der Kunstakademie zusammen mit Max Clarenbach, unter einem so bedeutenden Maler wie Eduard von Gebhardt.

So groß seine Verdienste um den Künstler, als Professor an der Kunstakademie und vor allem den Künstlerverein Malkasten auch immer waren, er musste sich mitten im lebendigen pulsierenden Leben umtun können, und darum schloss er sich den Schützen an, die ihn wegen seiner vorbildlichen Gemeinschafts- und Gesellschaftspflege in seiner Heimatstadt Düsseldorf so fesselten wie in seiner Vaterstadt Warburg.

Vor 80  Jahren -1924- trat er zur Freude seiner Freunde, den Schützenchefs des großen Vereins Georg Spickhoff und Paul Klees, zusammen mit mehreren Malerkollegen dem St. Sebastianus Schützenverein von 1316 e.V. bei.

Das er mit ganzem Herzen Schütze war, bewies er nicht nur durch die großzügige Stiftung des Bildes "Karfreitagsprozession" an den Verein und nicht nur durch seine verdienstvolle Mitwirkung im Hauptvorstand, sondern auch durch die Ausrichtung und unter großem Zeitaufwand sich vollziehende künstlerische Gestaltung von Veranstaltungen ausdrücklich dadurch, dass er sich als Fahnenschwenker zur Verfügung stellte.

Geradezu Aufsehen erregte seine Mitwirkung als Fahnenschwenker bei der Jahrtausendfeier von Kalkum, wo er eine 5 Meter lange Fahne meisterlich schwenkte.

Wo mag es das in Deutschland je gegeben haben, dass ein Kunstprofessor an den Umzügen der Schützen als Fahnenschwenker teilnahm? 1912 wurde Hans Kohlschein mit der preußischen Staatsmedaille ausgezeichnet.

Nachdem er im Jahre 1943 durch einen Luftangriff sein künstlerisch wohlgestaltetes, an Schätzen überaus reiches Haus an der Marienstraße und auch sein ihm in 40 Jahren ans Herz gewachsenes Atelier verloren hatte, siedelte er nach Warburg in Westfalen in die Heimat seiner Vorfahren über, wo er sich sein neues Haus nebst Atelier schuf, in dem noch manch bedeutendes Werk entstanden ist.

Einen letzten Besuch in Düsseldorf machte er im August 1948 zum 100-Jährigen Bestehen des Künstlervereins Malkasten.

Er starb wenige Monate später in der Morgenfrüh des 28. Dezember 1948. Archiviert ist eine besondere Gedenkrede, die Dechant W. Kramer in Warburg zu seinem 70. Geburtstag, also wenige Monate nach seinem Tode, gehalten hat.

In dieser Rede, die Zeugnis ablegte von dem Verhältnis des Redners zur Kunst im allgemeinen und zum Kunstschaffen unseres Professors Hans Kohlschein im besonderen, ist in schönster Weise herauskristallisiert worden, was an dem Künstler und Menschen Hans Kohlschein so großartig war.

Unsere Gesellschaft pflegt auch heute noch und in der Zukunft einen lebendigen Kontakt mit den Nachfahren unseres Namenspatrons ebenso wie mit der Gemeinde Warburg. Hans Kohlschein war, ist und bleibt ein großes Vorbild für "seine" Kompanie, die Sebastianer, die Künstler, den Künstlerverein Malkasten und für die ganze Stadt Düsseldorf.

Gesellschaft Prof. Hans Kohlschein
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